Anwendung in Organisationen, Senior Suit

SD&C Senior Suit 3 an das Kolping-Bildungszentrum ausgeliefert

Die Kolping-Bildungszentrum in Warburg-Rimbeck bei Kassel hat den ersten SD&C Senior Suit 3 aus einer neuen Produktionsserie von Simulationsanzügen erhalten.

  • Kolping-Bildungszentrum mit dem neuen SD&C Senior Suit 3
    Erster SD&C Senior Suit 3“ im Kolping-Bildungszentrum in Warburg

An der Spitze der Integration

Das Kolping-Bildungszentrum integriert und bildet Fachkräfte aus aller Welt für eine künftige Tätigkeit in Deutschland aus. Derzeit ist dies ein Thema von großer Bedeutung für das Land. Dennoch ist die Organisation auf die finanzielle Unterstützung durch öffentliche und private Geldgeber angewiesen.

In letzter Zeit kommen vor allem Studierende aus Syrien und Afghanistan zu uns. Einige von ihnen verfügen über einen vollständigen Hochschulabschluss und sprechen fließend Deutsch. Für diejenigen, die in der Altenpflege arbeiten werden, wird das Kolping-Ausbildungszentrum den SD&C Senior Suit 3“ als Hilfsmittel einsetzen, um schnell Kenntnisse über die mit dem Alter einhergehenden Funktionseinbußen zu vermitteln.

Die SD&C Senior Suit -Serie

Der SD&C Senior Suit 3 ist das Ergebnis von mehr als zwanzig Jahren Erfahrung im Bereich der Alterssimulation. Ab etwa 1990 experimentierten Ärzte in deutschen Krankenhäusern mit ersten Simulationen des Sehvermögens und der Kraft im Alter. Zwischen 1995 und 1999 tauchten die ersten Alterssimulationsanzüge in der deutschen Industrie als Marketinginstrumente auf. Sie simulierten ein ausgewähltes Bündel von Funktionsverlusten, die für das Alter typisch sind. Die Anzüge bestanden aus Komponenten aus dem Sport- und Orthopädiebereich.

Um das Jahr 2000 führten systematische Forschungen zu den Funktionsverlusten im Alter zur Erstellung von Kurven, die die durchschnittliche biologische Leistungsfähigkeit im Laufe des Alterungsprozesses darstellten. Daraufhin SD&C einen ersten Alterssimulationsanzug, der das Alter wesentlich realistischer simulierte. Parallel dazu SD&C die praktische Anwendbarkeit von Alterssimulationsanzügen in Hunderten von Anwendungsfällen. Im Jahr 2007 SD&C einen ersten Alterssimulationsanzug SD&C , der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierte. Dennoch waren bis heute auch einfache Anzüge im Einsatz. SD&C verbesserte die Simulationsdetails für die spätere Delta-Serie SD&C . SD&C 2011 und 2016 Produkte auf dem neuesten Stand der Technik und der Spitzenklasse. Und nun, im Jahr 2020, ist der SD&C Senior Suit 3 da und in unserem Shop.

Anwendung in Organisationen, Senior Suit

Alterssimulation in Luxemburg

SD&C bereits mehrere „Senior Suits“ zur Simulation des Alterungsprozesses nach Luxemburg geliefert. In diesem kleinen, charmanten Land im Herzen Europas sprechen die meisten Menschen Französisch, verstehen aber auch Deutsch, was SD&C die Kommunikation und das Reisen erleichtert. Die jüngste Lieferung eines Senior Suit ging an das CNFPC in Ettelbruck.

Das CNFPC bildet Fachkräfte für Altenpflegeeinrichtungen aus. Wie in immer mehr Ausbildungszentren wurde der Einsatz von Alterssimulationen zur Verbesserung des Verständnisses und des Lernens durch eigene Erfahrungen sehr positiv aufgenommen, da dies den Ausbildungsprozess durch „Learning by Doing“ beschleunigt. Die CNFPC-Studierenden, von denen viele eine berufliche Ausbildung absolvieren, decken eine breite Altersspanne von 18 bis 50 Jahren ab, was besondere Anforderungen an die Simulation stellt, auf die der Senior Suit vorbereitet ist. Junge Studierende verfügen über eine starke Anpassungsfähigkeit, um mit sensorischen Veränderungen umzugehen; so hilft ihnen beispielsweise der im Senior Suit integrierte variable Tinnitus, einen realistischen Eindruck davon zu bekommen, was es bedeutet, nicht verstehen zu können. Während der persönlichen Einweisung in die Nutzung des Senior Suit die verantwortliche Frau Danielle Meyer (rechts im Bild) wurde die Lautstärke auf einen Wert von 50 % Sprachverstehen eingestellt (was zu einigen ganz besonderen Missverständnissen führte). Andererseits kann die normale Konfiguration der Gewichte und Bandagen der Alterssimulation für eine 50-jährige Person leicht zu viel sein. Daher ermöglichen die Senior Suits auch eine schnelle Anpassung der Gewichte, und die Bandagen lassen sich lockerer anlegen. Auf jeden Fall ist es ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst, wenn man sich nicht mehr bücken kann, um seine Schuhe zu binden.

Theorie und Methoden der Alterssimulation, Anwendung in Organisationen

Barrierefreier Nahverkehr

Barrierefreier Nahverkehr. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein NAH.SH hat im August zum zweiten Mal einen Alterssimulationsanzug eingesetzt, um die Barrierefreiheit für die Nutzer seiner Verkehrsmittel sicherzustellen. Zu dem Verbund gehören nicht nur Busse, Bahnen und auch Schiffe, die über die Kieler Förde hinweg Haltestellen verbinden. Die Ergebnisse sind in einem gut gestalteten 14-seitigen Magazin für Mobilität wieder, dessen Ausgabe für den Sommer 2015 der Alterssimulation mit unserem SD&C Senior Suit ist. Man wollte wieder „ein besseres Gefühl dafür bekommen, an welchen Stellen wir den Nahverkehr für Menschen im fortgeschrittenen Alter oder mit körperlichen Einschränkungen attraktiver machen können.“ Die Fahrkartenautomaten und die ausgehängten Fahrpläne der Bundesbahn erwiesen sich noch als schwierig, während an anderen Stellen inzwischen Verbesserungen zu spüren waren. So erleichtern moderne Züge und die Niederflurbusse jetzt deutlich den Einstieg, und 60 % der Haltestellen sind nun barrierefrei.

SD&C Senior Suit am Kieler Hauptbahnhof
SD&C Senior Suit am Kieler Hauptbahnhof (mit freundlicher Genehmigung von NAH.SH)

Barrierefreier öffentlicher Nahverkehr. Der Verkehrsverbund NAH.SH im nördlichsten Bundesland Deutschlands, Schleswig-Holstein, hat zum zweiten Mal einen Alterssimulationsanzug eingesetzt, um die barrierefreie Nutzung der Verkehrsmittel sicherzustellen. Der öffentliche Nahverkehr umfasst Züge, Busse und auch Schiffe, die die Haltestellen rund um den Kieler Fjord verbinden. Die Ergebnisse wurden in einem gut gestalteten 14-seitigen Magazin veröffentlicht, das in seiner Ausgabe vom Sommer 2015 die Simulation mit dem SD&C Senior Suit zeigt. Ziel war es, ein besseres Gespür dafür zu bekommen, wo noch Verbesserungsmöglichkeiten für ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen bestehen. Die Fahrkartenautomaten und die Fahrpläne wiesen nach wie vor Probleme auf, während es insgesamt Verbesserungen gab. Die modernen Busse mit absenkbarem Boden verbessern den Zugang, und 60 % der Haltestellen sind nun barrierefrei.

Anwendung in Organisationen

Der Alterssimulationsanzug in der Kunst.

Der Alterssimulationsanzug in der Kunst. Auf Einladung der Dozentin Karianne Fogelberg zum Workshop „Die Zukunft des Alterns“ an der Akademie für Bildende Künste in München leisteten Dr. Schoeffel und der Physikstudent Luis Flacke einen theoretischen und praktischen Beitrag mit praktischer Selbsterfahrung im Alterssimulationsanzug SD&C Senior Suit .

Dr. Schoeffel und Karianne Fogelberg im Workshop „Zukunft des Alterns“
Dr. Schoeffel, Karianne Fogelberg und die Teilnehmer des Workshops „Zukunft des Alterns“

Der Alterungsprozess wurde von Dr. Schoeffel nicht, wie früher im Rahmen der Defizittheorie, als „unaufhaltsamer Verfall“ betrachtet, sondern als ein auf zellulärer Ebene ablaufender, epigenetisch gesteuerter Prozess mit Auswirkungen auf die Organe, bei dem der Einzelne teilweise selbst mitbestimmen kann, wie fit er das Alter erreichen möchte. Die „Usability“-Norm ISO 20282 kann dabei helfen, die Welt seniorengerecht zu gestalten, doch stellen Normen lediglich qualifizierte Empfehlungen an Staaten dar; die Umsetzung muss jede Nation selbst vorantreiben. Für eine seniorengerechte Gestaltung fehlen in vielen Ländern noch Anpassungen, wie beispielsweise in Deutschland bei der seniorengerechten Ampelschaltung.

Die Frage, ob der Einsatz eines Alterssimulationsanzugs in Zukunft alle übrigen Methoden der Datenerhebung bei der Gestaltung für ältere Menschen ablösen wird, wurde dahingehend beantwortet, dass durch die metrische Validierung des Alterssimulationsanzugs tatsächlich eine Prüfung von Produkten und Räumen möglich ist und der Alterssimulationsanzug deshalb auch immer häufiger zum Einsatz kommt. Die Methode der User Participation beispielsweise erlaubt es jedoch, bei Produkt-Updates die Erfahrungen der Nutzer eines Produkts einzubeziehen, und kann daher zusätzliche Informationen liefern. Zudem sind weiterhin umfangreiche Tests mit älteren Menschen immer dort notwendig, wo man genaue Messwerte benötigt.

Wie das Altern „erlebt“ wird, ist unabhängig von den simulierten Einschränkungen eine sehr persönliche Angelegenheit. Die einen leiden darunter, die anderen nehmen es gelassen hin. Eine seniorengerechte Gestaltung der Welt nach ISO 20282 ermöglicht es älteren Menschen, selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilzunehmen, bedeutet aber nicht, dass jüngere Menschen dadurch davon befreit wären, sich selbst um ihre Großeltern zu kümmern. Die Leistungseinschränkungen im Alter sind Jüngeren weitgehend unbekannt, und es bedarf eines Lernprozesses durch Sensibilisierung, denn so wie Ärzte ein Studium benötigen, um Krankheiten richtig zu erkennen, und so wie Automechaniker lernen müssen, technische Mängel zu erkennen, so sollten angesichts des demografischen Wandels jüngere Gestaltungsverantwortliche lernen, was es bedeutet, alt zu sein.

Bilder zur praktischen Selbsterfahrung im Alterssimulationsanzug finden Sie auf der Facebook-Seite von SD&C.

Anwendung in Organisationen

Die Welt der modernen Medizin und die Alterssimulation

Vom 18. bis 21. Mai veranstaltet das Helios Klinikum (H) in Salzgitter erneut seine Gesundheitswoche, mittlerweile zum achten Mal. Das Programm bietet über mehrere Tage hinweg qualifizierte Vorträge zu aktuellen Themen, die auch ein Fachpublikum ansprechen dürften. Zudem gibt es Führungen und Einblicke in den Klinikbetrieb, zum Beispiel in den Reanimationsraum. Mit dabei ist auch ein SD&C Senior Suit , mit dem Interessierte am eigenen Leib erfahren können, welchen Herausforderungen sich Menschen in der zweiten Lebenshälfte stellen müssen, etwa bei der Alterssimulation des Schuhebinden:

Schuhe binden im Alterssimulationsanzug
Schon das einfache Anziehen und Schnüren von Schuhen ist beim SD&C Senior Suit schwierige Angelegenheit.

Anwendung in Organisationen, Senior Suit, Workshops

SD&C mit Alterungssimulation in der Konstruktionsabteilung von RECARO in Stuttgart

Nachdem die für das Projekt relevanten ergonomischen Veränderungen im Alterungsprozess erörtert worden waren, testeten die Workshop-Teilnehmer die Produkte selbst, während sie einen SD&C Senior Suit trugen. Sie füllten ein ganzes Moderationsboard mit ihren Notizen.

Im Laufe der Jahre habe ich mit vielen namhaften Unternehmen zusammengearbeitet und war oft für Ergonomie und Usability verantwortlich, manchmal sogar für das gesamte Projekt. Mehrfach wurde ich eingeladen, zu reisen und Vorträge zu halten, sogar in Japan. Dieses Mal sprach ich auch über die unterschiedlichen Arten, wie Unternehmen ihre Projekte durchführen, und stellte die effizienteste Organisationsform von Marktführern vor, um Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen. Die Teilnehmer fanden dies äußerst interessant.

Eines ist sicher: Das Team um Michael Heimrich und Tomas Grupp wird innovative Produkte entwickeln, auf die man sich schon jetzt freuen kann.

RECARO-Designteam mit Alterssimulation
Das RECARO-Designteam mit Michael Heimrich (vorne links) und Tomas Grupp (hinten links).

Anwendung in Organisationen, Produkte und Fortschritte, Mieten, Workshops

Alterssimulation in ganz Europa

Zwei SD&C Senior Suit
Zwei SD&C Senior Suit bei einer Veranstaltung in Wien.

SD&C im Juni 2014 Kunden in ganz Europa betreut. Senior Suits wurden an Forschungsinstitute und Universitäten von Dänemark bis in die Schweiz verkauft, Anfragen aus weiteren Ländern wie Belgien wurden beantwortet, und es wurde an Veranstaltungen in Deutschland und Österreich mitgewirkt. In Wien, Hamburg, Bad Segeberg, Dortmund, Berlin, Köln und Bad Hombach waren die Senior Suits während der geplanten Veranstaltungen ununterbrochen im Einsatz. Es gab viel positives Feedback. Dr. Sylke Raboldt-Werthe von der Agaplesion-Klinik in Seehausen zeigte sich beeindruckt davon, wie realistisch die Simulation war. Ihr fiel auf, dass fast alle Testpersonen, die nach Geld suchten, schließlich ihre Geldbörse einem Kassierer überreichten und ihn baten, den gewünschten Betrag zu entnehmen – genau wie im echten Leben.

Anwendung in Organisationen

Einführung in die Alterssimulation am Institut für Arbeitsgestaltung in Düsseldorf

Am Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf

Am Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf

Im Hinblick auf den demografischen Wandel stehen dem Institut zahlreiche anspruchsvolle Aufgaben der modernen Arbeitsgestaltung bevor. Als Beispiel wurde die Notwendigkeit der Jobrotation für ältere Arbeitnehmer in bestimmten Berufen (wie Fliesenleger und Dachdecker) aufgrund des Alterungsprozesses diskutiert, da in ihren Unternehmen in der Regel nicht genügend alternative Arbeitsplätze für sie zur Verfügung stehen, während diese Arbeitnehmer noch Jahre bis zur Pensionierung vor sich haben. Das erworbene SD&C Senior Suit wird vom Institut genutzt werden, um für solche und ähnliche Themen zu sensibilisieren.

Anwendung in Organisationen

Das Personal der Verkehrssicherheitsschule in Ludwigshafen mit dem SD&C Senior Suit

Die Mobilität älterer Menschen ist für uns bei SD&C von großem Interesse. Einerseits müssen Verkehrsmittel barrierefrei gestaltet werden, andererseits muss das Personal dafür sensibilisiert werden. Wir haben daher bereits mit verschiedenen Automobilherstellern, Universitäten, Automobilclubs und Verkehrsbetrieben zusammengearbeitet. Mit den Ludwigshafener Verkehrsbetrieben kommt nun ein weiteres Unternehmen hinzu, das sich in der Region für ein besseres Verständnis für Senioren einsetzen wird. Einen Fahrplan mit eingeschränkter Sehkraft zu lesen, in einen Bus mit eingeschränkter Mobilität einzusteigen, ein Ticket mit schwer erkennbaren Münzen zu bezahlen, bei eingeschränktem Gleichgewicht zu gehen und Platz zu nehmen sowie bei leichter Schwerhörigkeit die Haltestellenansagen zu hören, ist ganz anders als erwartet. Das muss man einfach selbst erleben. –

Anwendung in Organisationen

Städte und Gemeinden testen die Barrierefreiheit mit Age Suits von SD&C

Städte und Gemeinden testen die Barrierefreiheit mit Age Suits von SD&C. Durch die Anmietung eines SD&C Senior Suit alle Städte und Gemeinden die Möglichkeit, sich auf kostengünstige Weise durch eigene Erfahrung schnell ein Bild von den baulichen Gegebenheiten und Anforderungen zu machen, die sich durch das bloße Lesen von Vorschriften allein nicht vermitteln lassen. Mit der Gemeinde Graben-Neudorf hat nun ein weiterer Ort öffentliche Verkehrswege auf Barrierefreiheit getestet. Insbesondere ging es dem Bürgermeister und den Gemeinderäten dabei um die Beurteilung der Mobilität und der eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit älterer Menschen im Straßenverkehr vor einer geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt. Graben-Neudorf hatte dazu zwei SD&C Suit 2003 angemietet. ->SD&C

Hier der Artikel dazu aus der Bruchsaler Rundschau:

Graben-Neudorf

Versuchskaninchen für das hohe Alter. Der Technische Ausschuss Graben-Neudorf war mit zwei Simulationsanzügen vor Ort

Graben-Neudorf (jum). Sieht die Zukunft etwa so aus? Nein, aber so fühlt sie sich an. Der Technische Ausschuss von Graben-Neudorf war am Montagabend nicht etwa mit zwei Statisten aus einem Science-Fiction-Film unterwegs. Die Gemeinderäte Wolfgang Bauer (SPD) und Peter Frittmann (CDU) hatten sich als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt, um am eigenen Leib zu erfahren, wie sich Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Wahrnehmungsfähigkeit im Straßenverkehr fühlen.

Rund 15 Kilo wiegt die ausgeliehene Ausrüstung, in die sie geschlüpft sind. Die Overalls sind mit strategisch verteilten Gewichten beschwert, die Beweglichkeit der Arm- und Kniegelenke wird durch angeschnallte Elemente eingeschränkt, dazu kommen Gehörschutz und Spezialbrillen. „Diese Ausrüstung versetzt ihre Träger in die Situation von Menschen, die etwa 40 Jahre älter sind“, erklärt Bauamtsleiter Achim Degen. „Das Gehen wird erschwert, Sehkraft und Gehör werden eingeschränkt.“ Angeregt hatten die Aktion die Grünen. „Als junger Mensch kann man nicht wirklich nachvollziehen, wo ältere Menschen im Straßenraum Schwierigkeiten haben“, sagt Gemeinderätin Annette Zinecker. „Der Anzug hilft, sich in ihre Lage hineinzuversetzen.“

Ziel der Exkursion ist die Pfinzbrücke an der Ortsdurchfahrt, deren grundlegende Sanierung im Rahmen des Landessanierungsprogramms für die Jahre 2015 oder 2016 vorgesehen ist, wie Bürgermeister Hans D. Reinwald erklärt. „Ich komme schon nach ein paar hundert Metern richtig ins Schwitzen“, sagt Wolfgang Bauer. „Ich kann jetzt verstehen, warum die Leute, die mit dem Rollator unterwegs sind, sich nach 300 Metern hinsetzen müssen.“ Auch die Methode, jede Stufe erst mit beiden Füßen zu betreten, bevor die nächste in Angriff genommen wird, leuchtet ihm jetzt vollkommen ein. „Mir macht das deutlich eingeschränkte Gesichtsfeld sehr zu schaffen“, erklärt Peter Frittmann. Ganz besonders beim Überqueren der Ortsdurchfahrt, noch dazu im Feierabendverkehr.

„Man muss sich vorstellen, da ist jemand allein und will die Straße überqueren“, so Bauer. „Er muss sich nach rechts drehen, nach links drehen und auch noch darauf achten, wo er seine Füße hinsetzt. Das bereitet große Schwierigkeiten.“

„Das ist nicht nur amüsant, sondern auch eine wichtige Erfahrung“, betont Bürgermeister Reinwald. Beim Straßenbau gehe es eben nicht nur um Vorschriften.

Die Gemeinde hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Bordsteine absenken lassen, um Barrierefreiheit zu schaffen; der Gemeinderat hat zudem pauschale Haushaltsmittel bereitgestellt, um weitere Bordsteine absenken zu können, wenn ein Vorschlag aus der Bevölkerung vorliegt, der umgesetzt werden soll.

Anwendung in Organisationen, Produkte und Fortschritte

Präsenz der SD&C Suits auf mehreren Messen

Gleichzeitige Präsenz auf zwei Messen. Die SD&C Suits waren in den letzten Tagen sowohl auf einer Messe in Bremen als auch auf einer Messe in Hagen zu sehen. Carmen aus Hamburg berichtet über den Messeauftritt in Bremen:

„Im Einkaufszentrum war seit Donnerstag eine kleine Messe zum Thema ‚Pflege‘ aufgebaut; sehr viele ältere Menschen kamen, um sich über Pflegeeinrichtungen zu informieren oder ihren Rollator bei der Polizei registrieren zu lassen und ihn so sicherer zu machen (zu meiner großen Überraschung ist das offenbar absolut notwendig). Da ihre Einrichtung vollständig ausgelastet ist, war Frau Lapp [von der Pflegepraxis Bremen] nicht zu Akquisitionszwecken auf der Messe, sondern um bei den Angehörigen der Pflegebedürftigen Verständnis zu wecken. Dafür war der Anzug natürlich perfekt, sie hatte ihn auch selbst an und war begeistert. Ihrer Meinung nach sollten alle Pflegeschüler diese Erfahrung machen – sicher keine schlechte Idee. Wieder wurde ihr Anzug in höchsten Tönen gelobt, das ist schon eine wundervolle Sache!!”

Florian Valentin hat den Altersanzug getestet
Artikel von Florian Valentin: Schweißgebadet durch die Ausstellungshalle. WAZ, 24.3.2014

Über den Messeauftritt in Hagen wurde in der WAZ berichtet, und von dort stammt auch das Bild. Zum Artikel.

Anwendung in Organisationen, Senior Suit

Einführung in die Alterssimulation am BBZ Biberach

Einführung in die Alterssimulation im BSZ Biberach. Im Berufsschulzentrum Biberach erhielt die Matthias-Erzberger-Schule eine Einweisung in Theorie und Praxis der Alterssimulation mit ihrem „Age Suit“. Auf Anregung ihrer Ausbilderin Margit Roessner nahmen Altenpflegeschüler sowie einige Lehrer an der Veranstaltung teil. Die Schüler opferten ihre Freizeit, um mehr über die Alterssimulation zu erfahren. Sie konnten miterleben, wie Mitschüler im Age Suit in kurzer Zeit viele ihrer normalen Fähigkeiten verloren und Schwierigkeiten mit den einfachsten Handgriffen bekamen. Im Rahmen der Ausbildung wird der Simulationsanzug dazu beitragen, das Verständnis für ältere Menschen zu verbessern. Margit Roessner, die bereits Erfahrung mit Alterssimulationsanzügen hatte, lobte die hohe Verarbeitungsqualität des Simulationsanzugs von SD&C. Der Age Suit wird auch am Tag der offenen Tür der Schule zu sehen sein, und Interessierte können ihn ausprobieren.

 

Einführung in die Alterssimulation im Berufsschulzentrum Biberach
Einführung in die Alterssimulation im Berufsschulzentrum Biberach

Anwendung in Organisationen

Das Handwerk qualifiziert sich mit den Age Suits von SD&C

Die Handwerkszeitschrift Mappus hat die Alterssimulationsanzüge von SD&C in der Ausgabe 11/2013 empfohlen, um im Rahmen der vom Bundesfamilienministerium geförderten Aktion „Soziales Wohnen im Alter“ und der Initiative„Qualifizierung des Handwerks“die physiologischen Veränderungen im Alter zu vermitteln. Man muss …

mappe_1113„am eigenen Leib erfahren, wie sich ältere Menschen fühlen“. Verschiedene Handwerksbetriebe haben sich inzwischen erfolgreich auf Arbeiten für die Generation 60+ konzentriert, wo im Rahmen des demografischen Wandels sehr gute Marktchancen bestehen. Die Autorin Bärbel Daiber berichtet, dass man sich vom früheren Verständnis der Senioren mit den drei „U“ – unfähig, unflexibel und unattraktiv – entfernt hat und nun stattdessen drei „K“ als bestimmend ansieht: Die heutigen Senioren seien konsumfreudig, kompetent und kaufstark. Die Simulationsanzüge von SD&C besonders gut für Schulungen zur Befindlichkeit dieser Gruppe, da sie genau den Alterszustand dieser Gruppe simulieren. Mehr …